RDB e.V.
Ring Deutscher Bergingenieure
Der Verband von Ingenieuren, Technikern und Führungskräften.
Bezirksverein: RDB e.V. BV - Dortmund Nord

Heute ist Freitag , der 24.05.2019

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Von der Gründung bis ...
60 Jahre Bezirksverein Dortmund Nord im RDB

Als sich in den ersten Nachkriegsjahren nach 1945 die Lebensbedingungen für die Menschen in der ehemaligen britischen Besatzungszone und insbesondere nach der Währungsreform (von der Reichsmark zur DM) im Jahre 1948 die Lebensbedingungen und die wirtschaftlichen Verhältnisse zu normalisieren begannen, war dies nicht zuletzt den im deutschen Bergbau arbeitenden Menschen zu verdanken.

Bei den Bergleuten waren Solidarität, Tradition und Kameradschaft wieder hoch im Kurs.

Aus dieser Stimmung heraus, aber auch um der Führungsschicht vom Grubensteiger bis zum Grubeninspektor, die in einem besonderen Spannungsfeld zwischen der Bergwerksdirektion auf der einen Seite und der Belegschaft auf der anderen Seite standen eine Vertretung zu geben, wurde bei einem Treffen der Oberklassenabsolventen der Lehrgänge O1 und O2 der Bergschule Bochum der Gedanke entwickelt, einen "Ring ehemaliger Bergschüler" zu gründen. Damit sollte ein Zusammenschluss aller im Bergbau tätigen Aufsichtspersonen, die eine Bergschule in Deutschland besucht hatten, erreicht werden.

Zu diesem Zweck trafen sich auf Anregung dieser Oberklassenabsolventen im März 1949 in einem Hotel in Herne etwa 400 Kameraden von rund 80 Schachtanlagen des Ruhrrevier. In dieser Versammlung wurde die Gründung des Ringes ehemaliger Bergschüler beschlossen und ein Gründungsvorstand gebildet. Er sollte die Organisationsgrundlagen erarbeiten und mit einem Ausschuss die Satzung vorbereiten.

Der Gründungsausschuss verabschiedete die erarbeitete Satzung und reichte sie beim Amtsgericht Bochum ein. Dieses teilte im September 1949 mit, dass der Verein "Ring ehemaliger Bergschüler e.V. ReB" am 13. Mai 1949 in das Vereinsregister eingetragen und die Satzung genehmigt sei. Dieser Tag gilt somit als Gründungstag des

Ringes ehemaliger Bergschüler e.V. (ReB).

Ein Mitglied des Gründungsausschusses gehörte unserem später gegründeten Bezirksverein Dortmund Nord an. Es war unser verstorbener Kamerad Alfred Funke, ehemaliger Ausbildungsleiter auf der Zeche Minister Stein.

Auf dem ersten Delegiertentag, im April 1950 in Herne, wurde die Satzung verabschiedet und somit die rechtlichen Grundlagen für die Verbandstätigkeit und die Legitimation für die Entscheidungen des Vorstandes getroffen.

Die damaligen grundlegenden Aufgaben des Ringes ehemaliger Bergschüler haben im Wesentlichen bis heute Bestand und lauten:

      - Fachliche Fortbildung in technischen Bereichen
      - Erfahrungsaustausch angewandter Techniken und Arbeitsverfahren
      - Wahrung der berufsständischen Interessen.

      - Erhaltung und Pflege der bergmännischen Tradition
      - Förderung der bergmännischen Kameradschaft.

      - Rechtsschutz und Beratung in Rechtsfragen,
        die sich aus dem Dienstverhältnis oder der sozialen Versorgung ergeben
      - kostenlosen Bezug der monatlich erscheinenden Fachzeitschrift "bergbau".

Dem ersten Vorstand gehörten die Kameraden:
      - Betriebsinspektor Ernst Schweinsberg, Vorsitzender,
      - Berghauptmann Dr. Lutger Funder, stellv. Vorsitzender,
      - Oberingenieur Wilhelm Richter, Geschäftsführer und
      - Bergrevieroberinspektor Otto Schulz als Schatzmeister
an.

Der nunmehr bestehende Ring ehemaliger Bergschüler fand bei den Aufsichtspersonen im Deutschen Steinkohlenbergbau ein großes zustimmendes Echo, so dass bereits im Gründungsjahr 1949 die Mitgliederzahl auf über 1.000 angestiegen ist - in 1961 waren es 14.700 Mitglieder. Um die Betreuung der Mitglieder sicherzustellen, wurden alsbald nach 1949 regionale Bezirksvereine gegründet. Diese arbeiten selbstständig, unterstehen aber dem Hauptvorstand mit Sitz in Essen.

Auf der Delegiertentagung 1962 in Essen wurde die Änderung des Namens "Ring ehemaliger Bergschüler e.V. ReB" in den Namen "Ring Deutscher Bergingenieure e.V. RDB" beschlossen. Diese Namensänderung sollte der Forderung nach Graduierung unserer Mitglieder besonderen Nachdruck verleihen. Dieses Ziel wurde 1971 erreicht. Fortan konnten die Absolventen einer Bergschule den Titel "Ing. grad." führen.

Durch das Gesetz des Landes Nordrhein-Westfalen vom Juli 1982 zur Änderung hochschulrechtlicher Bestimmungen sind die Absolventen der Bergschulen, sofern sie als "Ing. grad." anerkannt sind, berechtigt, den Titel "Dipl. Ing." zu führen. An der Ausarbeitung dieses Gesetzes hat der RDB maßgeblich mitgewirkt.


Bezirksverein Minister Stein ==> BV Dortmund Nord

Vor nunmehr über 60 Jahren haben sich von der ehemaligen Schachtanlage Minister Stein viele ehemalige Bergschüler dem ReB angeschlossen und am 12. November 1952 den Bezirksverein Minister Stein gegründet. Die Gründungsversammlung leiteten der erste Vorsitzende Kamerad Ernst Schweinsberg und der Geschäftsführer der Gesamtvereinigung Kamerad Wilhelm Richter. Sämtliche in der Versammlung anwesenden Kameraden traten in den Ring ehemaliger Bergschüler ein.

Die vorläufige Führung des neuen Bezirksvereins übernahmen die Kameraden Erich Langewiesche, Betriebsführer u.T., Alfred Funke, Ausbildungsleiter und Franz Ebert, Reviersteiger.

Nach dieser Gründungsversammlung bekannten sich auch viele Kameraden von der Nachbarzeche Fürst Hardenberg zum ReB und traten dem nunmehr gegründeten BV Minister Stein bei. Darauf folgte dann 1953 die Umbenennung des BV Minister Stein in Bezirksverein Dortmund Nord.

Die erste Jahreshauptversammlung des BV Dortmund Nord fand im November 1953 im ehemaligen Stadtwaldrestaurant Grävingholz in Dortmund-Eving statt. Es wurde der erste Vorstand des neuen Bezirksvereins gewählt. Dem Vorstand gehörten an die Kameraden:

      - Grubeninspektor Erich Langewiesche, Vorsitzender,
      - Betriebsführer u.T. Franz Meyer, stellv. Vorsitzender,
      - Ausbildungsleiter Alfred Funke, Geschäftsführer,
      - Ausbildungssteiger H. Möller, Schatzmeister und
      - Reviersteiger Karl Schöner, Schriftführer.

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Versammlung folgte ein geselliges Beisammensein mit Musik, Tanz und bühnenreifen Vorführungen.

In den Folgejahren und Jahrzehnten führten den BV Dortmund Nord als erste Vorsitzende die Kameraden:

      - Wilhelm Radenberg, 7 Jahre,
      - Hans Wirsig, 6 Jahre,
      - Siegfried Hoffmann, 6 Jahre,
      - Manfred Sturtz, 14 Jahre,
      - Manfred Becker, 4 Jahre und
      - Heinz Both, 9 Jahre.

Unser jetziger Vorsitzende ist unser Kamerad Dr. Volker Schacke, und das bereits im 10. Jahr.

Die Geschäftsführer des BV Dortmund Nord waren:

      - Alfred Funke, 9 Jahre,
      - Berthold Jennert, 4 Jahre,
      - Horst Schaedereit, 3 Jahre,
      - Berthold Jennert, 2 Jahre,
      - Rüdiger Ogilvie, 5 Jahre,
      - Heinz Both, 10 Jahre,
      - Manfred Becker, 3 Jahre und
      - Klaus Schneider, 16 Jahre.

Seit fünf Jahren nimmt Dr. Volker Schacke auch die Aufgaben des Geschäftsführers wahr.
Unvergessen für uns bleibt auch die 29jährige Mitwirkung als Schatzmeister im Vorstand unser verstorbene Kamerad Herbert Grunewald. Neben Herbert Grunewald ist die Mitwirkung von Heinz-Jürgen Leutner im Vorstand unseres Bezirksvereins bedeutsam und besonders zu erwähnen. Unser Kamerad Heinz-Jürgen Leutner gehört dem Vorstand bereits über 36 Jahre als Schriftführer und zeitweise als stellv. Vorsitzender an.

Einige unserer Kameraden aus unserem Bezirksverein waren auch im Vorstand des Gesamtverbandes tätig. Hier sind unsere Kameraden Alfred Funke und Christfried Seifert zu benennen. Alfred Funke war sieben Jahre als Schriftführer im Vorstand des RDB tätig und Christfried Seifert war 38 Jahre als Schatzmeister Mitglied des Gesamtvorstandes. Dafür wurde Christfried Seifert in Anerkennung seiner Verdienste im und um den RDB 2006 mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet.

Der derzeitige Vorstand unseres BV Dortmund Nord wurde auf der Jahreshauptversammlung am 22. Januar 2012 im Lokal "Vereinshaus St. Barbara" in Dortmund-Eving gewählt bzw. bestätigt. Es sind die Kameraden:

      - Dr. Volker Schacke, 1. Vorsitzender und Geschäftsführer,
      - Siegfried Gembusch, stellv. Vorsitzender,
      - Harald Schröder, Schatzmeister und
      - Heinz-Jürgen Leutner, Schriftführer.

Dr. Volker Schacke ist auch Mitglied des Redaktionsteam unserer Zeitschrift "bergbau".

Unsere Höchstzahl an Mitgliedern im BV Dortmund Nord war 275 Mitglieder. Das war zu der Zeit, als es dem Steinkohlenbergbau im Ruhrgebiet noch gut ging. Mit den in den letzten Jahrzehnten stillgelegten Bergwerken nahm auch unsere Mitgliederzahl enorm ab. Heute sind wir nur noch 60 Kameraden. Wir wollen aber auch in Zukunft in bewährter Weise und in bergmännischer Kameradschaft die vielfältigen Aufgaben des und im RDB weiterführen.


Anmerkung:
      Die vorstehende Chronologie beinhaltet im Wesentlichen Ausführungen
      aus dem Festvortrag, den unser Kamerad Heinz Both am 24. November 2012
      in der "Gastronomie Freischütz" in Schwerte auf der Barbarafeier
      anlässlich unseres 60jährigen Bestehens gehalten hat.


Ende



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