RDB e.V.
Ring Deutscher Bergingenieure
Der Verband von Ingenieuren, Technikern und Führungskräften.
Bezirksverein: RDB e.V. BV - Dortmund Nord

Heute ist Freitag , der 15.11.2019

November2019
MoDiMiDoFrSaSo
010203
04050607080910
11121314151617
18192021222324
252627282930
Schildausbau

Bericht über:

  Rundgang durch die Kolonie Kirdorf  
   
  am 13. September 2016  
   
  Nachdem wir im letzten Jahr einen Rundgang durch die Alte Kolonie gemacht haben, trafen sich am 13.09.2016 über 22 Kameradinnen und Kameraden zu einem Besuch der Kolonie Kirdorf in Kemminghausen.  
   
  Unsere Kameraden Franz Kauschalek und Heinz Both sind in dieser Kolonie aufgewachsen und konnten viel Interessantes und Anekdoten aus der Geschichte und dem Leben in der Kolonie vermitteln.  
   
  Der 1901/1902 abgeteufte Schacht III der Zeche Minister Stein war bis 1913 zu einer Anlage für regelmäßige Seilfahrt ausgebaut worden. Um die Wege für die dort anfahrenden Bergleute möglichst kurz zu halten, wurde in unmittelbarer Nähe des Schachtes die nach dem damaligen Generaldirektor der GBAG benannte Kolonie Kirdorf mit zunächst 152 Wohnungen in 90 Häusern errichtet, im Wesentlichen Ein- und Zweifamilienhäuser und einzelne Baugruppen.  
   
  Die Kolonie war von Anfang an wegen ihres großzügigen Gartenstadtcharakters sehr beliebt. 1935 erfolgte eine architektonisch angepasste Erweiterung nach Westen. Heute besteht die Siedlung aus 70 abwechslungsreich gegliederten Ein- und Zweifamilienhäusern sowie aus 89 Wohnungen in zweigeschossigen Häusern, die als Ersatz für im Krieg zerstörte Häuser errichtet wurden.  
   
  Die Straßennamen der Kolonie wie Preußische Straße, Gitschinerstr., Nachoderstr. und Königgrätzerstr. sind wohl als Erinnerung an die Ortsnamen der Schlachten im Deutschen Krieg von 1866 bei Gitschin, Nachod, Königgrätz anzunehmen, wobei Preußen gegen Österreich und Sachsen die Konfliktparteien waren. Der Name Wrangelstr. ist sicherlich mit dem damaligen preußischen Generalfeldmarschall Friedrich Heinrich Ernst Graf von Wrangel in Verbindung zu bringen.  
   
  Zentrum der Kolonie ist der Kiosk auf dem Wrangelplatz, der zunächst als Umformerstation errichtet worden war, ebenso wie der dort aufgestellte Ständebaum mit den Wappen der Vereine und Institutionen.  
   
  Der Ständebaum
 
  Ständebaum am Wrangelplatz.
  Foto 1: Klaus Berger
   
   
  Bemerkenswert ist auch der quadratische Brunnen an der Ecke Wrangel-/Gitschiner Straße, der ursprünglich mit Wasser von Schacht III gespeist wurde.  
   
  Am Brunnen
 
  Brunnen an der Ecke Wrangel-/ Gitschiner Straße.
  Foto 2: Klaus Berger
   
   
  Unser Rundgang wurde komplettiert durch die Befahrung des Standortes des ehemaligen Schachtes III, der durch die angedeutete Schachtmauerung heute noch erkennbar ist.  
   
  Seit 2002 wurden die Ein- und Zweifamilienhäuser privatisiert. Ab 2004 schützt eine Erhaltungssatzung den Gesamteindruck der Kolonie, der so auch nach der teilweisen Privatisierung nicht verändert wird.  
   
  Der vorliegende Bericht wurde von unserem Vorsitzenden Dr. Volker Schacke verfasst. Die Fotos stammen von unserem Kameraden Klaus Berger.  
   
  Ende  
Zeche Minister Stein Zeche Minister Stein Zeche Minister Stein Zeche Minister Stein Zeche Fürst Hardenberg Zeche Fürst Hardenberg Zeche Fürst Hardenberg Zeche Fürst Hardenberg Schildausbau Schildausbau